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Alleine zu Hause bleiben

 

 

 

 

Ich behauptete immer, dass jeder Hund lernen kann, alleine zu bleiben. Dazu stehe ich auch nach zwei zerstörten Boxen, einem kaputten Sofa, einem völlig zerstörten Hundekissen und einer absolut kaputten Tür. Zum Glück hab ich eine verständnisvolle Vermieterin und eine gute Haftpflichtversicherung!!!

 

       

Zwei zerstörte Boxen

 

Das Sofa hat er noch weiter zerlegt

 

Und sein Kissen hat er total zerrissen

 

Dann kam die Wohnzimmertür dran und Frauchens Nerven waren zum Zerreissen gespannt!!!

 

 

So musste ich meine Strategie noch mal überdenken. Tibo durfte von Anfang an, gerade in der Wohnung, nicht ständig hinter mir herlaufen. Das ist der erste Schritt, das klappte auch soweit ganz ordentlich. 

Der zweite Schritt war schwieriger. Er musste Vertrauen aufbauen und daraus die Gewissheit entwickeln, dass ich wieder komme. 

Und nach dem das Kind bzw. der Hund schon in den Brunnen gefallen war, musste ich ihn von dem "hip" runterkriegen, wenn ich alleine das Haus verließ.

Das bedeutete für mehrere Wochen immer einen Hundesitter organisieren, wenn ich ihn alleine lassen musste. Und die übrige Zeit mitnehmen und möglichst, für den Hund sinnvolle Aufgaben einbauen.

Außerdem noch mal ganz behutsam an eine Box heranführen, wer weiß wozu man sie noch mal braucht.

 

 

       

Ab und zu was leckeres zu Fressen in der Box

 

Das erste Mal wieder schlafend in der Box

 

Im eigenen Bett angekommen

 

 

Nachdem das Boxentraining gut angeschlagen hatte fing ich an, ihn wieder alleine zu lassen. Alle Türen blieben diesmal offen und er konnte in der Küche liegen während ich aus dem Haus war. Das war nicht die ideale Voraussetzung, da die Eingangstür mit Fenstern versehen ist und er dort rausschauen kann. Aber das gab ihm irgendwie Sicherheit, er fühlte sich offensichtlich nicht so eingesperrt, und so lag er zunächst eine Weile in der Küche. 

Wenn ich auf dem Hof was erledigen musste, blieb er in der Wohnung. 

Dann fing ich mit 20 min Einkäufen an und fuhr dazu mit dem Auto. Denn er bemerkte auch sofort den Unterschied zwischen nur vor die Tür gehen und mit dem Auto wegfahren.

Das klappte dann relativ gut, so dass wir innerhalb von vier Wochen auf drei Stunden steigern konnten. Das funktioniert mittlerweile problemlos und er legt sich dann auch ins Wohnzimmer. Meine Nachbarin kontrolliert das ab und zu indem sie zur Tür reinschaut. 

Ich bin so froh, dass wir das, nach dem etwas holprigen Start jetzt doch innerhalb von ein paar Wochen geschafft haben!!! :)

Nachdem es so schwierig war, bin ich nun doppelt der Meinung, dass jeder Hund lernen kann allein zu bleiben. Wichtig ist, dass man die richtigen Voraussetzungen schaffen kann, die es dem Hund ermöglichen in seinem Tempo zu lernen. Außerdem bin ich davon überzeugt, dass man ein gutes Netzwerk für seinen Hund aufbauen sollte, damit im Bedarfsfall jemand zur Verfügung steht, egal um welche Situation es geht.

 

Am Anfang fragte ich mich, wie lange es dauern würde....nun nach drei Monaten kann er schon problemlos 3 Stunden alleine bleiben!!! 

 

 

   

Beim Entspannen

 

Und bei geschlossener Box

wird ein Kauknochen zerlegt

 

Jetzt arbeiten wir dran, dass es auch mal vier Stunden klappt....aber in der Regel muss er nie so lange alleine bleiben. Wir haben in dem Bereich also unser Ziel schon erreicht. Darüber bin ich so froh!!!

 

Hundeerziehungsberatung Judith Amrein | Tel.: 06202/9274855 info@hundeerziehenmitliebeundverstand.de