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Hundebegegnungen 

 

 

Im Tierheim erzählte mir die Tierpflegerin direkt, dass Tibo noch ein Problem mit anderen Hunden hat. Da ich aber davon ausging, dass es seiner Unsicherheit als junger Hund geschuldet ist, war ich auch da der Überzeugung, dass er das lernen wird. 

Zuhause begrüßte ihn dann auch gleich "Eika", eine Dackelhündin, die zu der Zeit ihren dreiwöchigen Urlaub bei mir verbrachte. Eika wurde von Tibo sofort zum Spielen aufgefordert. Auch mit unserem nächsten Besuchshund "Fee", einer Beaglehündin gab es keine Probleme. An einem Tag hatte ich alle drei Hunde, was zwar für mich herausfordernd war, aber Tibo zeigte keinerlei Aggressionen oder unangenehme Verhaltensweisen.

 

 

   

 

Mit Eika auf unserer Wiese

 

Und hier mit Fee und Eika im Wohnzimmer

 

 

Wenn wir allerdings im dritten Umfeld unterwegs sind, hat Tibo massive Probleme mit anderen Hunden. Als wir das erste Mal unseren wirklich freundlichen Nachbarshund trafen, hat er ihn gleich mal angeknurrt und wollte auf ihn losgehen. 

Der nächste Hund mit dem wir uns dann trafen war "Emma", eine Boxermixhündin meiner Freundin Martine. Auch auf Emma wollte er losgehen. Das erlaubte ich natürlich nicht. Wir trafen uns nun schon ein paarmal, sogar bei Emma zu Hause und mittlerweile reagiert er ruhiger. 

 

 

   

Erstes Treffen mit Emma

 

Zweites Treffen mit Emma

 

Tibo´s Verhalten ist, wie von mir vermutet, seiner Unsicherheit und mangelnden Führung im ersten Lebensjahr zurück zu führen. Damit er Sicherheit und Vertrauen in meine Einschätzung und Führung bekommt und Sicherheit im Umgang mit fremden Hunden fahren wir 

seit Mitte Juni regelmäßig nach Niederwambach in die Natural Dogmanship Zentrale um an der Kontakt- und Abschaltgruppe teilzunehmen, die Torsten Grimm dort anleitet. 

Das ist für Tibo eine super Gelegenheit in entspannten Situationen andere Hunde kennen zu lernen. Tibo erlebt mich entspannt in den Hundebegegnungen und sammelt positive Erfahrungen mit anderen Hunden.

 

 

   

Erste Begegnung mit "Lotta", einer Riesenschnauzer- Ausiemix Hündin

Lotta ließ sich auf ein Spiel mit Tibo ein, das fand er Klasse!

 

Begegnung mit "Lio", einer Weimaranermixhündin

 

 

Mittlerweile hatten wir schon verschiedene Kontakte die ruhig verliefen und in denen er immer auch signalisierte, dass er keinen Wert auf Konflikte legt. An der Leine ist es ihm am Liebsten, wenn andere Hunde eine gewisse Distanz einhalten, dann kann er das auch gut aushalten.

 

 

Trini, bald mal unser Besuchshund

 

Trini hat er auch schon kennen gelernt. Sie wird vielleicht auch mal ein Urlaubshund bei uns und so arrangierten wir eine Begegnung auf unserer Wiese. Sie knurrte so leicht vor sich hin. Aber Tibo hielt  trotz seiner Neugier einen großen "Höflichkeitsabstand" ein. Er wäre gerne näher gekommen und forderte sie dann, auch mit Bellen, zum Spielen auf. Was sie aber konsequent ignorierte. Trotzdem war es eine positive Begegnung, da beide Hunde in den Anfängen massive Schwierigkeiten mit anderen Hunden hatten. 

 

Bei einem neuen Hund im Haus ist es wichtig, nicht "wild" darauf los zu spazieren, da es für den Hund fremdes Territorium ist, in dem er sich unsicher fühlt. Da können viele Hundekontakte oft nur negativ ablaufen, was dazu führt, dass der Hund kein Vertrauen zu uns aufbauen kann, da er merkt, dass wir die Situationen nicht zu seiner Sicherheit einschätzen können. Das wiederum führt zu Konflikten in der Mensch- Hund Beziehung und kann zu extremen Konflikten in Hund-Hund Begegnungen führen. Sinnvoller sind angeleitete Kontakte in denen Vertrauen in allen Richtungen aufgebaut wird. 

 

21.08.2017

 

Auch in diesem Bereich machen wir Fortschritte. Wir waren vor ein paar Tagen mal im Wald auf einem Wanderparkplatz. Erst schalteten wir ungefähr eine halbe Stunde ab. Er legte sich ruhig hin. Dann liefen wir ein Stück in den Wald um dort eine Hetzjagd mit der Hetzangel zu veranstalten. Auf dem Weg dorthin begegneten wir einem braven Hund an der Leine. Tibo blieb ruhig und lief anständig neben mir her. 

 

Gestern waren wir auf dem Johanneshof essen, dort kann man draußen sitzen. Es war sehr aufregend, es dauerte eine ganze Weile bis er sich hinlegte, aber dann klappte es sogar als zwei Hunde an der anderen Seite des Tisches lagen. Dann wurde der Stress aber irgendwann so groß, dass es ihn anstrengte. Aber wir gingen dann sowieso. War jedenfalls eine gute Übung.

 

01.09.2017

 

Zur Zeit arbeiten wir an den Hundebegegnungen weiter. Wir fahren regelmäßig zur Kontaktgruppe nach Niederwambach. Da hat er zunächst sehr geduldig auch in der Nähe von anderen Hunden gesessen. Aber als er dann mit einer Begegnung dran war, hatte er absolut keine "Lust" drauf und hat die Hündin nur verbellt und angeknurrt. Wir standen außerhalb des Zauns und ich konnte die Leine locker lassen. Das fällt mir echt noch schwer, weil ich immer geneigt bin, ihn zurück zu ziehen.

 

Um nun Entspannung in diese Begegnungen zu bringen, hab ich mir vorgenommen ab und zu im Schwetzinger Schloßgarten Abschalttraining zu machen, da dort die Hunde alle angeleint sein müssen. Das bedeutet, wir haben zwar "Kontakt" aber prinzipiell angeleint, was das Ganze etwas vereinfacht. Wir kommen auf die Art nicht in die Verlegenheit "komischen Hundemenschen" mit "unerzogenen" Hunden "ausgeliefert" zu sein, die ihre Hunde zwar frei laufen lassen, aber nicht unter Kontrolle haben. 

 

Auch die Reaktion auf andere Hunde ist "Tagesform" abhängig. Es gibt Tage da konnten wir schon problemlos an anderen Hunden vorbei laufen und es gibt Tage da wird jeder andere Hund bedroht den man nur von weitem sieht. Wir haben also auf jeden Fall noch längere Zeit Übungsbedarf. 

 

 

Hundeerziehungsberatung Judith Amrein | Tel.: 06202/9274855 info@hundeerziehenmitliebeundverstand.de